Feuerwehr Saffig übte Umgang mit Beleuchtung und Belüftung

Der Löschzug Saffig fand sich zur zweiten Übung in diesem Jahr am Gerätehaus ein, denn: Nur wer die richtigen Handgriffe regelmäßig übt und seinen Ausrüstung kennt, kann im Falle eines Einsatzes routiniert helfen.

 

Bei der praktischen Schulung ging es dieses Mal vorwiegend um die Fragen "Wie bekomme ich genug Licht für meine weitere Arbeit im Einsatz?" und "Woher nehme ich den dafür nötigen Strom?". Außerdem nahm man das Be- und Entlüftungsgerät genauer unter die Lupe.

 

Für die Feuerwehrleute im Einsatz ist es enorm wichtig, dass sie genügend Licht am Einsatzort haben, z.B. bei einem Verkehrsunfall. Dafür steht der Mannschaft eine gute Ausrüstung zur Verfügung: Acht Strahler, fünf Stative und ein "Powermoon" können dafür sorgen, dass die Nacht zum Tag wird. Die Strahler können aber auch als Wärmequelle genutzt werden, um Verletzte Personen zu wärmen. Übungsleiter Martin Schleich erklärt: "Ein "Powermoon" strahlt blendfreies tageslichtähnliches Licht aus. Er muss einfach nur aufgespannt werden und kann so eine große Fläche rund um den Aufstellort ausleuchten, während der Lichtkegel der Strahler auf einen bestimmten Winkel und eine Richtung begrenzt ist."

Die Männer und Frauen der Feuerwehr Saffig machten sich daran, die Stative mit den Strahlern aufzubauen und mit weiterem Equipment gegen ein mögliches Umstürzen zu sichern.

Doch ohne Strom, kein Licht. Daher widmete man sich bei dieser Übung auch den drei Stromerzeugern. Die Stromerzeuger dienen der Versorgung der benötigten elektrischen Geräte. Angetrieben werden die Stromerzeuger über einen Verbrennungsmotor.

Auch hier wurde die Mannschaft rund um Wehrchef Dieter Sill vom Übungsleiter auf einige wichtige Details hingewiesen: "Es ist wichtig zu wissen, wie viele Geräte man an einen Stromerzeuger anschließen kann, ohne dass er an seine Grenzen stößt. Auch besteht die Möglichkeit Kraftstoff über einen Bypass zuzuführen. Dies ist sicher und erfordert kein Abstellen des Gerätes"

 

Nach dem Thema "Licht und Strom am Einsatzort" nahm man sich nun das Thema "Be- und Entlüftung" vor. "Unser Aufgabengebiet ist sehr vielfältig und es wird immer weiter ausgebaut. Technikfreunde kommen bei der Feuerwehr voll auf ihre Kosten", bemerkt Wehrchef Sill.

Viel gefährlicher als das Feuer selbst ist der dabei entstehende Rauch. Um den Rauch aus einem Haus zu bekommen, stehen der Feuerwehr weitere Geräte zur Verfügung. Ein motorbetriebener Überdrucklüfter kann eingesetzt werden, um den Rauch durch eine weitere sogenannte Abluftöffnung herauszublasen.

Außerdem gibt es bei der Feuerwehr Saffig ein elektrisches Be- und Entlüftungsgerät Das Be- und Entlüftungsgerät kann mit Abgasschläuchen versehen werden, um gezielt Brandrauch aus einem Gebäude zu saugen. Hierauf wurde bei der Übung ein besonderes Augenmerk gelegt. Dieses Gerät ist nicht nur zur Belüftung einsetzbar, es kann auch zum Löschen eines Brandes eingesetzt werden. Dazu wird mithilfe des Gerätes Löschschaum hergestellt.

Nach knapp zwei Stunden wurden alle Arbeitsmittel wieder in die Fahrzeuge verstaut.


Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der nächsten Übung dabei zu sein oder bei einem Technischen Dienst die Ausrüstung unter die Lupe zu nehmen.